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Diversität als Erfolgsfaktor - oder: Herausforderungen an die Organisation!

„Wir brauchen diverse Teams, die sich ergänzen und gegenseitig stärker machen“. Dies ist das Credo von Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht der Deutschen Bahn AG


Diversität hat eine wahrlich große Bandbreite, ist extrem vielschichtig und eine permanente Herausforderung an die gesamte Organisation eines Unternehmens, an dessen Management und alle Mitarbeiter*innen, egal in welcher Funktion oder Rolle! Diversität heißt auch Einzigartigkeit anerkennen und wertschätzen, vorzuleben und einzuklagen.

Was das nun konkret heißt

Nur wer seine Mitarbeiter*innen (und auch zukünftige, also Kandidat*innen) diesbezüglich kennt, kann deren individuelle Stärken nutzen, fördern und noch mehr Sinn geben.

Wie kann nun die Vielfalt von Mitarbeiter*innen beschrieben und verstanden werden, um diese Diversitätspotenziale für ein Unternehmen wirklich nutzen zu können? Ein klischeehaftes und stereotypes Verständnis ist dafür zu oberflächlich und wenig nutzbar. Gewinnbringender wird sein, Mitarbeiter*innen als Menschen mit Persönlichkeits-, Erfahrungs-, Methoden-, Meinungs-, sowie auch kultureller Vielfalt genauer wahrzunehmen.

Somit sind sowohl die Bereiche Recruiting/Personalauswahl , Teamzusammensetzung, Talentpools im Fokus, als auch die Aspekte der Gleichberechtigung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Führungsverständnis und Karrieremanagement.

Warum so umfänglich denken?

Wir leben heute immer stärker in einem Arbeitsalltag, der geprägt ist von Projektarbeit, agilem Arbeiten und neuem Managementverständnis. Dies bedingt, dass ein gezieltes Einbringen von Know-how und Persönlichkeit zu echten Wettbewerbsfaktoren werden, bzw. die Unternehmenskultur nachhaltig prägen können.

Verantwortung definiert sich somit nicht mehr über Hierarchie und Joblevel, sondern über die Bereitschaft zur Selbstverantwortung, über Empathie und Vertrauen.

Das Ziel: 1+1=2+x


Folgende generelle Ansätze geben einen Rahmen zum Vorgehen:

  1. Klärung und Verankerung, was unter Diversität verstanden wird und warum es für das Unternehmen essentiell ist

  2. Definieren von Diversitäts-Dimensionen (z.B. welches Mindset wollen wir bei den Mitarbeiter*innen entwickeln und fördern?)

  3. Welche Mentalität und Führungsverständnis brauchen wir für unsere tragfähige Kultur?

  4. Einbindung und Commitment des gesamten (Top-)Managements nebst Executive Sponsoring und permanentem Vorleben dieser Ansätze

  5. Verankerung in den Unternehmenszielen

Was Organisationen konkret tun können

  1. Mindset- und Führungs-Dimensionen entwickeln und Mitarbeiter*innen auf freiwilliger Basis zur Selbstreflexion anregen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist der Future Fit Check der Deutschen Lufthansa.

  2. Nutzung dieser erarbeiteten Dimensionen im Recruiting sowie für die Zusammensetzung von Talentpools und Teams. Denn: die Stärke der einzelnen Teammitglieder ergibt die erhofften 2+x

  3. Selbstorganisation und gute Entscheidungen im Hinblick auf agiles Arbeiten anregen, denn dazu ist Diversität ein Muss. Frei nach der Devise: Diversität und Dissens mehr als Konformität und Konsens (Dr. Marcus Raitner, aus dem Manifest für menschliche Führung)

  4. Management Commitment: Man muss als Chef*in aushalten können, dass Mitarbeiter auch widersprechen und Umwege die Ortskenntnis erhöhen - auch wenn es erst mal unbekannt ist.

Fazit: Die Stärke einer Organisation zeigt sich langfristig in deren Diversität als wesentlicher Erfolgsfaktor!