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Mit Social Learning die Zukunft gestalten

Der Weg in die digitale Transformation ist kein einfacher. Zahlreiche Herausforderungen, Neuheiten und Veränderungen kommen auf Unternehmen zu, weshalb es wichtig ist, das digitale Mindset effektiv zu stärken. Warum dabei der Trend ”Social Learning” besonders von Bedeutung ist, lässt sich mit einem Vergleich zum Auswandern verdeutlichen.


Auswandern ruft Veränderung und Unsicherheit hervor

Stell dir vor, du wanderst aus. Ein Abenteuer in ein unbekanntes Land mit vielen unbekannten Aspekten: eine neue Sprache, fremde Gepflogenheiten und Regeln, eine ganz andere Art und Weise sich zu verhalten – einfach komplett neue Rahmenbedingungen. Du stehst also vor einer ganz großen Veränderung in deinem Leben. Aufregend, aber auch gleichzeitig etwas beängstigend, oder? Wie geht man nun vor, wenn man vor so einem Abenteuer steht?

Der wohl natürlichste Weg vor so einer Reise ins Unbekannte und Unvorhersehbare, ist die Suche nach Informationen. Vielleicht ist der allererste Griff zu einem klassischen Reiseführer. Ein Guide, der dir berichtet, was dich in dem neuen Land erwartet, welche Begriffe du kennen solltest und was die Highlights sind. Du durchforstest das Internet, findest weitere zahlreiche Informationen zu deiner zukünftigen Lebenswelt. Puh, ganz schön viel und etwas überfordernd, oder?

Du weißt jetzt zumindest in der Theorie, wie der Hase läuft oder zumindest laufen sollte. Aber du hast zahlreiche Fragen, weitere Unsicherheiten und fühlst dich irgendwie alleine damit.

Da hilft nur eins: der direkte Austausch mit Gleichgesinnten. Mit denen, die bereits so eine große Reise in ein neues Land hinter sich haben und/oder mit denjenigen, die sich in der gleichen Situation befinden. “Was sind deine Erfahrungen? Wie hast du das gemacht? Was hast du geplant? Was läuft gerade gut? Was läuft nicht so gut?”

Der Austausch gibt dir Sicherheit und Mut – das Gefühl nicht alleine zu sein. Das Gefühl, dass das zu schaffen ist, egal was kommt. Und vielleicht hast du damit bereits dein erstes kleines Netzwerk im neuen Land gefunden.


Auswandern in die neue, digitale Arbeitswelt

Ein Blick in unsere Arbeitswelt zeigt uns eine ähnliche große Reise mit vielen Unsicherheiten und Veränderungen. Was wird auf uns zukommen? Was bedeutet Digitalisierung und digitale Transformation? Was heißt das für mich? Die Reise in die Arbeitswelt von morgen ist eine ungewisse. Es gibt nicht die Blaupause für jedes Unternehmen oder den Königsweg zum persönlichen Erfolg. Aber es gibt Mittel, unsere Mitarbeiter:innen, Kolleg:innen und Führungskräfte auf dieser Reise zu unterstützten. Die Stärkung des digitalen Mindsets (mehr zum Thema digitales Mindset findest du hier: https://morethandigital.info/was-ist-ein-digitales-mindset-6-dimensionen-die-ein-digitales-mindset-definieren/) ist für die Herausforderung “Digitale Transformation” einer der wichtigsten auf dieser Reise. Hier gilt es in einem ersten Schritt aufzuklären, Buzzwords zu entmystifizieren und nach und nach Wissen aufzubauen – wir müssen also, um in der Analogie des Auswanderns zu bleiben, Reiseführer in Form von Lernangeboten anbieten. Und diese “Reiseführer” sind, wenn wir uns auf dem Markt umschauen, meist digital. Digitales Lernen bietet tolle Chancen und einen Raum für selbstorganisiertes, flexibles, individualisiertes und kontinuierliches Lernen. Ein Erfolgsfaktor für digitales Lernen ist bspw. die Standortbestimmung eines jeden einzelnen, um individualisiertes Lernen zu ermöglichen. Wenn du das Land, in welches du auswandern möchtest, bereits einmal besucht hast und gewisse Aspekte bereits kennst, brauchst du vielleicht einen anderen Reiseführer als jemand, der noch nie in diesem Land war (mehr zum Thema Standortbestimmung findest du unter https://morethandigital.info/mindset-entwicklung-in-4-schritten-von-karten-apps-ohne-gps/).

Digitales Lernen ist also der Gewinner, wenn es um die Reise in die Zukunft geht. Und doch wäre es zu einfach gedacht, wenn wir digitales Lernen als Patentlösung für zukünftiges Lernen betrachten würden.


Mit Social Learning gestärkt in die digitale Transformation gestalten

Eins darf also selbst in der zunehmend digitalisierten Lernwelt nicht fehlen: Der soziale Austausch durch Social Learning. Social Learning ist wohl die älteste und natürlichste Form des Lernens. Wir Menschen lernen schon immer von- und miteinander. Schon als Kindern lernen wir im sozialen Kontext und beobachten bspw. unsere Eltern. Dadurch lernen wir uns zu bewegen, uns auszudrücken usw. Und wenn wir als Erwachsene lernen, verknüpfen wir gerne neue Informationen emotional mit unserem Vorwissen sowie mit der Erfahrung einer anderen Person. Ein Blick in die Neurowissenschaften zeigt, dass Lernen ohne emotionale Anbindung kaum möglich ist. Durch soziales und emotionales Lernen werden neuen Informationen ein echter Wert und eine Bedeutung zugesprochen. Effektiv lernt man also gemeinsam – im Social Learning. Im Kontext der Transformation können unsere “Auswander:innen” vor allem im Social Learning Unsicherheiten beseitigen, sich gegenseitig stärken und Mut entwickeln.


Und dass Social Learning in der selbstorganisierten, digitalen Lernwelt immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist kein Wunder. Wir Menschen verbringen viel Zeit vor dem Bildschirm und befinden uns oftmals in der reinen Konsumentenhaltung. Ein Lernprozess wird allerdings vor allem durch die eigene Aktivität abgerundet. Im Social Learning Format werden Lernende gleichzeitig auch zu Lehrenden. Sie kommen dadurch ins Handeln und können neues Wissen besser umsetzen. Ein weiterer Punkt, weshalb Social Learning in der digitalen Arbeitswelt immer mehr Zuspruch findet, ist die Möglichkeit geforderte Zukunftskompetenzen direkt zu erleben. In der Zukunft werden Soft Skills u.a. in den Bereichen Kollaboration und Selbstorganisation gefordert. Silos sollen abgebaut werden, Netzwerkkultur gefördert werden und Wissen geteilt werden. Social Learning beinhaltet all das. Es ermöglicht den Lernenden ein Netzwerk aufzubauen, ihren Lernprozess gemeinsam und selbstorganisiert zu managen sowie ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu teilen.


Um in der Analogie des Auswanderns zu bleiben: Nur im Austausch und gemeinsam können wir neu Gelerntes festigen, erlebbar machen und uns gegenseitig stärken, fördern sowie auch fordern. Diese Reise in die neue Arbeitswelt kann nur gemeinsam passieren. Denn eine Person alleine weiß nicht alles und wird die Reise nicht alleine antreten können. Wissenslücken sind normal, können im Austausch aber schneller geschlossen werden. Potenziale könne nur dann optimal genutzt werden, wenn wir miteinander kommunizieren. Geben wir unseren Mitarbeiter:innen die Möglichkeit durch Social Learning Wissenssilos aufzubrechen, gemeinsam Neugier und Mut zu entwickeln, ist die Chance hoch, dass die Reise in die Zukunft eine erfolgreiche wird.


Sie interessiert wie Social Learning für die aktuellen Herausforderungen genutzt werden kann?

Dann kontaktieren Sie uns unter hallo@onestoptransformation.com!