Die Beerdigung der heiligen Kuh

Jede Art von Veränderung ist für Menschen erst einmal unangenehm, da es ein Verlassen der Komfortzone bedeutet und somit mit zusätzlicher Anstrengung versehen ist. Denn im Zuge der Veränderung muss man sich auf Pfade begeben, die noch nicht komplett erschlossen sind und dadurch mehr Kraft aufwenden auf diesen Pfaden voranzukommen. Deshalb sind Menschen und Organisationen häufig dazu geneigt auf den bisherigen Pfaden zu bleiben. Wenn sich jedoch die Umwelt wandelt - und dies geschieht gerade in der digitalen Transformation in rasantem Tempo - müssen Menschen und Organisationen bekannte Pfade zum Teil verlassen, um mit den Veränderungen mitgehen zu können.



Besonders schwierig ist es für Menschen Pfade zu verlassen, die sie selbst entwickelt und gebaut haben. Jedoch ist es für eine Veränderung zum Teil unumgänglich auch einmal etwas zu beerdigen, was man selbst erschaffen hat. Seien es Systemlandschaften, Prozesse, Geschäftsmodelle oder Abteilungsstrukturen. Denn in einer Umwelt, die in ständigem Umbruch ist, werden Systeme und Methoden nicht mehr für die Ewigkeit geschaffen. Somit wird die „Beerdigung der heiligen Kuh“ (eines selbst erschaffenen Pfades, der mal gut funktioniert hat) nicht mehr zur Ausnahme, sondern zur neuen Konstante.

Dieser Wandel als neue Konstante bringt eine gravierende Veränderung mit sich: Unangenehme Schritte müssen langfristig gedacht und durchgezogen werden. Denn eine Änderung eines Systems oder einer Methode wird nicht von Tag 1 an Erfolge mit sich bringen, die über die Erfolge des zu ersetzenden Systems/der zu ersetzenden Methode hinausgehen. Ganz im Gegenteil: Am Anfang wird es schmerzhaft und quälend sein die Veränderung durchzuziehen.


Man kann dies mit dem Anfang des Trainings für einen Marathon vergleichen: Zum Start der Vorbereitung für einen Marathon wird ein Ernährungs- und Trainingsplan aufgestellt. Dieser bringt z.B. mit sich, dass man auf ungesunde Süßigkeiten verzichtet und vier mal die Woche trainiert. In den ersten Tagen und Wochen wird man keine Besserung spüren, sondern wird voraussichtlich starken Muskelkater haben und die leckeren Süßigkeiten, die einem den Alltag versüßen, vermissen. Somit hat man erstmal zwei negative Dinge (Muskelkater, fehlende Süßigkeiten) durch den Start der Marathonvorbereitung erlangt ohne einen positiven Gegenwert zu erhalten. Übertragen auf Organisationen bedeutet dies, dass man die bisher funktionierenden Systeme/Methoden vermisst und es zu Reibereien bzgl. der Neuerungen kommt.

Nach ein paar Wochen werden sich jedoch erste Erfolge einstellen: Das Gewicht reduziert sich und die gelaufenen Zeiten pro Kilometer werden besser.

In Organisationen sieht man auf einmal die ersten kleinen Erfolge der neuen Methode/des neuen Systems und man bekommt einen Push dranzubleiben.


Nun heißt es kontinuierlich weitermachen und den eingeschlagenen Weg konsequent verfolgen - vor allem auch dann wenn es zu Rückschlägen und Zweifeln kommen wird.

Nur mit diesem langfristigen Denken können Veränderungen erfolgreich verwirklicht werden. Für einen Marathon muss man auch länger als nur ein paar Tage trainieren, sondern die Vorbereitung langfristig auslegen.


Der Startpunkt ist jedoch in beiden Fällen (Veränderung von Organisationen und Marathon) erst einmal die Beerdigung einer heiligen Kuh.

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